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Freundeskreis Geflüchtete Nahost

Gewalt, Zerstörung, Krieg und Hunger sind in Syrien immer noch an der Tagesordnung.

 

 

Dennoch ist es für geflüchtete Syrer_innen hierzulande schwierig, Angehörige über den Familiennachzug nachzuholen und damit in Sicherheit zu bringen.

Ein Beispiel: In Deutschland lebende minderjährige Syrer*innen mit vollem Flüchtlingsschutz können derzeit ausschließlich ihre Eltern über den Familiennachzug nach Deutschland bringen, nicht aber ihre voll- oder minderjährigen Geschwister, wie unser erster Fall von Amir* und Nuri* zeigt.

Nun sind die Fluchtrouten geschlossen. Für zurückbleibende Familienangehörige – gerade für besonders schutzbedürftige Menschen wie Minderjährige, Alte und Kranke – gibt es kaum Hoffnung, ihren Verwandten zu folgen.

 

Eine der wenigen verbleibenden Möglichkeiten für Flüchtlinge, Angehörige nach Deutschland nachzuholen, sind die in manchen Bundesländern bestehenden

Landesaufnahmeprogramme – hierzu zählen Berlin, Hamburg, Schleswig-Holstein und Thüringen. Voraussetzung für die Aufnahme eines Flüchtlings ist die Stellung eines Bürgen, der sich verpflichtet, Lebensunterhalt und Wohnkosten für die aufgenommene(n) Person(en) für fünf Jahre zu übernehmen.

 

 

Freundeskreis Geflüchtete Nahost e.V.

 

Hier setzen wir – der Freundeskreis Geflüchtete Nahost e.V. – an.

Mit unserer Initiative möchten wir erreichen, dass die anfallenden Kosten nicht von Einzelnen sondern von einer Solidargemeinschaft getragen wird.

Mit Spendengeldern decken wir Kosten für Reise, Unterbringung und Versorgung des Familiennachzugs, um Bürg_innen finanziell zu entlasten. Wir denken, dass auf diese Weise perspektivisch mehr Menschen geholfen werden kann, da die Hürde für die Übernahme einer Bürgschaft von einer Solidargemeinschaft mitgetragen wird.

 

Ausgangspunkt unserer Initiative ist die Geschichte der syrischen Brüder Amir (19) und Nuri (4), die 2015 ohne ihre Familie nach Deutschland kamen, weil der damals einjährige Nuri krank war und in Syrien keine geeignete medizinische Behandlung erhalten konnte. Den drei (minderjährigen) Geschwistern wurde die Einreise über den regulären Familiennachzug verweigert. Für diese haben wir im Dezember 2017 eine Bürgin gefunden. Dank der Bürgschaft und vieler Unterstützer_innen kann die Familie, nach fast vier Jahren Trennung, wiedervereint ein sicheres Leben in Deutschland führen.

 

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