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Freundeskreis Geflüchtete Nahost

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Die Geschichte von Amir und Nuri

Flucht

 

Amir* und Nuri* aus Idlib in Syrien sind im Winter  2015  nach Deutschland gekommen.

Amir war damals 17, Nuri eineinhalb Jahre alt. Nuri war  krank und konnte in Syrien nicht behandelt werden. Ihre Eltern, die im Krieg verletzt wurden, entschieden, dass Amir alleine mit Nuri flüchten sollte. Drei weitere Geschwister blieben zusammen mit den Eltern in der Türkei, wohin die Familie geflüchtet war.

Im Herbst 2015 bestieg Amir mit seinem kleinen Bruder ein überfülltes Schlauchboot und gelangte über Griechenland und die Balkanroute nach Deutschland.

Hier konnte Nuri erfolgreich operiert werden. Amir lernte sehr schnell Deutsch, legte nach einem Jahr in Deutschland seinen Hauptschulabschluss ab und macht nun eine Ausbildung im IT-Bereich. Die Geschwister hofften auf ein schnelles Asylverfahren und baldigen Familiennachzug. Doch beides erwies sich als schwierig.

 

Grenzen

 

Da sich die Familie illegal in der Türkei aufhielt, wurde sie nach einer Razzia erst festgenommen und dann in das umkämpfte Nordsyrien abgeschoben. Trotz abgeriegelter Grenzen gelang es der Familie, in den Libanon zu fliehen. Spendengelder aus Deutschland ermöglichten, das schwer verletzte Bein der Mutter zu retten.

 

Derweil ging in Deutschland das Asylverfahren von Amir und Nuri nur schleppend voran. Dabei war dies ein Fall besonderer Härte. Im September 2016 wurde Amir zur Anhörung des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge eingeladen. Einen Monat später wurden er und sein Bruder offiziell als Flüchtlinge anerkannt. Der nächste Schritt war der Antrag auf Familiennachzug. Ein Jahr später, im November 2017 dann die Nachricht: Die Eltern dürfen nachziehen, die drei minderjährigen Geschwister (9,15,17) aber nicht. In der Begründung der deutschen Botschaft in Beirut, die die Visa ausstellt heißt es, es "besteht nach Ansicht der Auslandsvertretung kein atypischer Fall, weil sich die Lebenssituation der Antragsteller nicht wesentlich von der Lebenssituation anderer syrischer Flüchtlinge unterscheidet."

 

Die politische Lage und Stimmung in Deutschland hat sich verändert. Der Familiennachzug für Flüchtlinge wurde immer weiter eingeschränkt.

Das Asylpaket II, das am 17.3.2016 in Kraft trat, setzte den Familiennachzug für zwei Jahre für Personen aus, die lediglich internationalen subsidiären Schutz erhalten. Zu Kindern mit vollem Schutz dürfen nur Eltern nachreisen, nicht aber die Geschwister. Für Amir und Nuris Eltern bedeutete das, sich entscheiden müssen: für die Kinder in Deutschland oder für die Kinder in Beirut.

 

Länderaufnahmeprogramme

 

Es gab nur noch eine Möglichkeit, die Familie wieder zusammenzubringen. In einem Beratungsgespräch mit dem Bundesfachverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (BumF) wurde schnell deutlich, dass der einzig verbleibende Weg, die Geschwister legal und sicher nach Deutschland zu bringen, der über das Länderaufnahmeprogramm war: Ein_e Bürg_in verpflichtet sich gegenüber dem Ausländeramt, über fünf Jahre für alle Kosten der Kinder aufzukommen.

 

Eine Freundin der Geschwister war sofort bereit eine solche Verpflichtungserklärung zu unterzeichnen und tat dies im Dezember 2017.

 

*Die Namen sind zum Schutz der Privatsphäre geändert

 

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